Als Zeichen von Dank und Anerkennung hat die Stadt Bad Rappenau auch in diesem Jahr wieder Ehrenamtliche aus den unterschiedlichsten Bereichen zum traditionellen Empfang für das Ehrenamt ins Kurhaus eingeladen. Stellvertretend für alle Ehrenamtlichen der Stadt wurden in diesem Jahr Kay Schüßler aus Bad Rappenau und Karlheinz Grauf aus Heinsheim geehrt.
„Es ist beeindruckend zu sehen, in wie vielen unterschiedlichen Bereichen sich Menschen engagieren, seit wie vielen Jahren sie aktiv sind, welche Kenntnisse und Fähigkeiten sie haben müssen, wie viel Ausdauer, wie viel Begeisterungsfähigkeit, wie viel Geduld, und vor allem: wie viele Stunden sie für ihre Ehrenämter aufwenden“, sagte Oberbürgermeister Sebastian Frei im Hinblick auf die Leistungen der Geehrten.
Kay Schüßler wurde mit der Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet. Ab 1974 war er Mitglied des Turnvereins Bad Rappenau und in den Abteilungen Leichtathletik und Handball aktiv. Nach einigen Jahren Abwesenheit aus Bad Rappenau trat er 2003 wieder in den Verein ein und wurde 2005 zum 1. Vorsitzenden des TV Bad Rappenau gewählt. Seither führt er den größten Verein im Stadtgebiet mit über 2.000 Mitgliedern in 23 Abteilungen.
Die umfassenden Verdienste von Kay Schüßler stellte Robin Müller, Vorstandsmitglied des TV Bad Rappenau, vor. Er würdigte Kai Schüßler, der als Jugendlicher „als Ausnahmetalent“ zum TV gekommen war und dort von Leichtathletik-Trainer Walter Rögelein gefördert wurde. Rund 30 Jahre später trat er die Nachfolge des langjährigen TV-Vorsitzenden Günter Rehbock an. Seither führt er den Verein mit großer Umsicht und Ruhe, und es gelingt ihm, die unterschiedlichen Interessen innerhalb des großen Vereins auszugleichen.
Karlheinz Grauf wurde mit der Ehrenmedaille der Stadt Bad Rappenau in Silber ausgezeichnet. Er ist seit 1961 im Ev. Posaunenchor Heinsheim aktiv, 1973 kamen die Feuerwehrkapelle, die heutige Musikkapelle Heinsheim, und verschiedene andere Kapellen hinzu; seit 1963 ist er aktiver Gewichtheber. Seit 2007 ist er Mitglied im Kirchengemeinderat der ev. Kirchengemeinde Heinsheim.
Seine Verdienste stellten Gundi Störner, die 1. Vorsitzende des TSV Heinsheim, und Pfarrer Daniel Fritsch von der evangelischen Kirchengemeinde Heinsheim vor. „Er ist ein Tausendsassa“, beschrieb Gundi Störner der Geehrten, der ehrgeizig und hartnäckig ist und standhaft seine Meinung verfolgt – so trat er 1970 für die Wiedergründung der Gewichtheberabteilung beim TSV Heinsheim ebenso ein wie für den Erhalt der früheren Feuerwehrkapelle, die heute der Musikzug des TSV Heinsheim ist. „Das Herzstück Ihres Wirkens ist die Musik“, bestätigte auch Pfarrer Daniel Fritsch mit Blick auf die langjährige Leitung des Posaunenchores Heinsheim. Aber nicht nur das: Seit fast 20 Jahren ist Karlheinz Grauf Mitglied des Kirchengemeinderates und kümmert sich um die Gebäude und Außenanlagen der Bergkirche – eines Gebäudes, das er wie kein anderer kennt. Schon als Jugendlicher hat er hier die Kirchenglocken geläutet.
Unter dem Beifall der Anwesenden überreichte anschließend Oberbürgermeister Frei die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg an Kay Schüßler und die Ehrenmedaille der Stadt Bad Rappenau an Karlheinz Grauf.
Musikalisch umrahmt wurde der Empfang für das Ehrenamt von „klein & fein“, der kleinen Besetzung der Stadtkapelle Bad Rappenau unter der Leitung von Daniela Myslik.
Bei einem kleinen Stehempfang im Kurhausfoyer konnten die Gäste anschließend wieder miteinander ins Gespräch kommen und sich auszutauschen.
Alle Bilder: Uwe Grün